Erlebnisreiche Tage im herrlichen Obervinschgau

Wanderausflug Südtirol 2015
Regen. Faszinierende Bergblumenblüte und herrliches Bergpanorama bei hochsommerlichenTemperaturen erlebten 14 TV-Wanderer bei ihrem sechstägigen Ausflug nach Südtirol und konnten wieder schöne neue Eindrücke von ihren Bergwanderungen mit nach Hause nehmen.
In Fahrgemeinschaften gings über München-Garmisch-Fernpass-Reschenpass-Burgeis hinauf nach Prämajur. Das auf 1760 Meter hoch gelegene Ferienhotel Kastellatz ist seit fünf Jahren das beliebte Quartier der Regener, in dem die Familie Thöni für das kulinarische Verwöhn- und Welnessprogramm sorgt.
Nach einer Kaffeepause auf der Hotel-Sonnenterrasse mit anschließendem gemütlichen Rundgang gab dies bereits einen guten Einstieg für die nächsten Bergwanderungen. Bei den täglichen hochsommerlichen Temperaturen waren einige Anforderungen an Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit geboten. Frohen Mutes und „bewaffnet“ mit bergsteigerischem Enthusiasmus entdeckten schließlich die Wanderer wieder neue Schönheiten der Südtiroler Bergregion....


Der erste Wandertag führte auf dem Höhenweg zur Sesvennahütte (2250 m), dessen Ausgangspunkt man nach der Auffahrt mit der Sesselbahn zur Plantapatschhütte und kurzem Aufstieg erreichte. Gemütlich gings gut zwei Stunden weiter auf schmalem Pfad und beeindruckendem Ausblick zum Ortlermassiv und zur Sesvennagruppe. Eine Augenweide für die Wanderer waren zudem die blühenden Bergwiesen mit ihrer sagenhaften Blumenvielfalt.
Die Einkehr in der Hütte, für zwei Unentwegte der Weitermarsch zum Sesvennasee sowie der Höhenrückweg waren wieder ein Muß im Programm.

Zu einer herrlichen „Bergblumentour“ gestaltete sich am nächsten Tag der Reschensee-Höhenweg, den man mit der Gondelbahn von Reschen aus zur Schöneben erreichte. Auf abwechslungsreichem Wegen, teilweise im Pistenbereich und nahe an der Waldgrenze, wanderte die Gruppe weiter in Richtung Haideralm (2120 m). Die Regener konnten sich fast nicht satt sehen an dem bunt leuchtenden Farbenmeer der Blumenvielfalt, zumal Hotelchefin Petra, die sich an dieser Tour beteiligte, die einzelnen Bergblumen auch namentlich bestimmen konnte. Nach gemütlicher Einkehr in der Alm gings mit der Gondelbahn abwärts nach St. Valentin zur Weiterwanderung nach Burgeis und mit Linienbus zum Quartier.
Während sich die fünf Radler der Regener Gruppe am nächsten Tag für ihre Tour nach Meran rüsteten, stand für die Wanderer der Aufstieg zum Watles (2555 m) auf dem Programm. Mit der Sesselbahn gings zur Plantapatschhütte. Auf mäßig steilen, jedoch schweißtreibenden Anstieg in praller Sonne, erreichten die „Gipfelstürmer“ nach einer guten Stunde das Bergkreuz des Watles. Der herrliche Panoramablick über den gesamten Obervinschgauer Talkessel und die umliegenden Berge sowie der traditionelle Gipfeltrunk ließ die Mühen des Aufstiegs und des anschließenden langen Abstieges zu den idyllisch gelegenen Pfaffenseen vergessen. Die Einkehr auf der Sonnenterrasse der Plantapatschhütte mit Blick zum Ortlermassiv und die weitere Gebirgswelt ist wie immer ein Augenschmaus für die Regener Wanderer.

Eine lohnende, aber auch anspruchsvolle Route war am nächsten Tag die Wanderung zum Dreiländerstein (2320 m). Nach der Rescher Alm (2252 m) führt ein steiler Anstieg zum Höhenweg. Über schöne weite Bergwiesenflora geht es weiter auf teilweise schmalem Steig durch Latschenwälder zum Dreiländerstein. Der Stein liegt jeweils mit einem Drittel auf schweizerischem, italienischem und österreischischem Grund und Boden. Wer sich darauf setzt, ist sozusagen gleichzeitig in drei Ländern, mit Blick auf das Inntal. Der Rückweg verläuft wieder am Fuße der Kalkfelsen des Piz Lat (2808 m) zur Rescher Alm, wo die Wanderer nach vier Stunden Gehzeit noch gemütlich einkehrten und den herrlichen Ausblick zum Reschensee genießen konnten, bevor man die Rückfahrt zum Quartier antrat.

Der nicht so bekannte Bergwaal war die letzte Tour im abwechslungesreichen Wanderprogramm der Woche. Start war das St. Martinskirchlein über dem mittelalterlichen Städtchen Glurns. Der Weg führt noch auf naturbelassenen Steigen neben dem Bergwaal hauptsächlich durch den Wald, der die Wanderer
an ihre bayerische Heimat erinnerte. Bei einer gemütlichen Rast am Rande des Bergbaches gönnte man den strapazierten Füßen ein erfrischendes Bad bevor man den Rückweg zum Ausgangspunkt wieder antrat. Wieder eine neue und sehr gute Erfahrung zum Abschluss des diesjährigen Wanderprogramms.

In gemütlicher und fröhlicher Runde am letzten Abend auf der Hotelterrasse mit dem wunderschönen Ausblick ins Obervinschgauer Tal ließen die Wanderer die erlebnisreichen Tage Revue passieren. TV-Vorsitzende Mucki Simon dankte im Namen der Teilnehmer Annemie Ecker für die Programmgestaltung und überreichte eine Wohlfühlüberraschung. Wehmütig, weil die Woche doch so schnell verging, jedoch mit gewisser Vorfreude auf nächstes Jahr, traten die Wanderer am nächsten Tag wieder ihre Heimreise an. - ae

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